Erlebnis-Fotografie - Fotografieren lernen

Christoph Schoder

Wie nochmal ein Fotopodcast? Ja Leute! Ich denke ich habe eine Marktlücke entdeckt: Wir machen einen Fotopodcast. Es gibt nämlich noch keinen! Ich habe in letzter Zeit viele Podcasts konsumiert. Angefangen von Calvin Hollywood, Michael Omori Kirchner, Jonas Peterson, Nina Schnitzenbaumer, Frank Fischer, Jan Kocovski und viele mehr. Deshalb wird sich dieser Fotopodcast sich nicht mit Dingen, wie Marketing beschäftigen. Auch nicht mit Kaufempfehlungen von irgendwelchen neuen Kameramodelle, sondern mit fotografischen Hardfacts und Basics. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass die Fotografie möglicherweise schon über 40.000 Jahre alt ist? Wolltet ihr schon immer einmal den Unterschied zwischen Schärfentiefe und Tiefenschärfe kennenlernen? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Wir machen Fotografie hörbar. Einfach und verständlich. Zu den Basics gehören bei uns nicht nur die Bedeutung von Blende und Belichtungszeit - also die Technik - sondern auch die Geschichte der Fotografie oder die Arbeit und der Stil bekannter Fotografen. read less
ArteArte

Episodios

Lauter Jubiläen - 180 Jahre Fotografie, 20 Jahre Fotoerlebnisse, 30 Jahre Photoshop
19-01-2020
Lauter Jubiläen - 180 Jahre Fotografie, 20 Jahre Fotoerlebnisse, 30 Jahre Photoshop
In 2020 erwarten euch gleich 3 Jubiläen. Die Fotografie wurde in 2019 180 Jahre alt, der Photoshop wird 30 und Fotoerlebnisse feiern 20jähriges Bestehen. Am 29. August 1839 wurde die Fotografie an der Pariser Akademie als Daguerrotypie präsentiert. 1824 - also einige Jahre zuvor - machte Joseph Nicéphore Niépce die erste Aufnahme. Zusammen mit Daguerre machte er sich an die Entwicklung der heute bekannten Fotografie. In unseren ersten 3 Podcastepisoden zur Geschichte der Fotografie könnt ihr euch dazu mehr anhören. Zusätzlich werden wir im Jahr 2020 sehr viele Episoden zu bekannten und wichtigen Fotografen für euch erstellen. Das Bild ist „gephotoshopt“ Vor 30 Jahren war der Design- und Fotoprozess ein anderer. Alles war noch analog. Bilder wurden bis dahin in der Dunkelkammer bzw. im Fotolabor bearbeitet und entwickelt. Zuerst wurde der Film entwickelt und dann vom Negativ Papierfotos abgezogen oder gleich ein Diafilm benutzt. Egal welches Format man benutzt hat, es war ein aufwändiger Prozess - immer im Dunkeln. Ich habe die Arbeit in der Dunkelkammer nicht sonderlich gemocht. Ich fand sie immer sehr eintönig und unproduktiv. Vorgaben mussten genau eingehalten werden und es war immer möglich, den Film zu „versauen“ und die Arbeit von Stunden zu ruinieren. Die Bearbeitung von Bildern in der Dunkelkammer war sehr schwierig und braucht viel Zeit und Übung. Einmal habe ich versucht, ein Schwarzweissbild mit Pinsel und Lasur auszuflecken - ein Mal und nie wieder! Programme, wie Lightroom oder Photoshop vereinfachen die Bildbearbeitung heute deutlich. Photoshop wird in 2020 30 Jahre alt und ist das populärste Bildbearbeitungsprogramm. Das nächste Jubiläum ist das von Fotoerlebnisse. Ja, wir sind tatsächlich schon 20 Jahre alt! Begonnen haben wir damals als Presse- und Produktfotograf. Wir lieferten Bilder für PR- und Zeitungsartikel. Zusätzlich erstellen wir Produktfotos für Flyer und Kataloge, die wir in unserer eigenen Agentur für unsere Kunden produzierten. FotoScho war das Kürzel, das wir für die Kennzeichnung unserer Bilder bei Presseveröffentlichungen benutzten. Im Studium hatte man uns erzählt: „mit Fotografie kannst du kein Geld mehr verdienen“. Deshalb starteten wir zusätzlich noch mit einer Werbeagentur. Vor 10 Jahren begannen wir Workshops bei unseren Kunden über Freehand, Indesign und Photoshop. Kurz darauf folgten die ersten Workshops und Kurse für die Allgemeinheit über Bildbearbeitung und Fotografieren. Dieses Jahr haben wir für euch viele Specials vorbereitet. Neben speziellen Kursen, Reisen und Angeboten werden wir viele Grundlagen zur Fotografie in unseren Podcasts raus hauen.
Colm Scullion - Bürgerkriegsveteran, Bauer, Handwerker und Bed and Breakfast Betreiber
29-11-2019
Colm Scullion - Bürgerkriegsveteran, Bauer, Handwerker und Bed and Breakfast Betreiber
Ballysullion, was so viel heißt wie bei den Leuten von Scullion. Colm ist nicht nur ein sehr spannender Zeitgenosse, sondern auch Gastgeber unserer Fotoreise im Mai und Juni 2020. Auch wenn er bei uns schon fast in Vergessenheit geraten ist, ist der Bürgerkrieg in Irland noch immer ein sehr traumatisches Thema. Vor allem in Nordirland. An vielen Stellen sind die Spuren noch spürbar und sichtbar. Deshalb kommen wir nicht umhin euch in unseren Reistipps immer wieder auf ihn einzugehen. Gerade angesichts des Brexits fürchtet man vielerorts ein erneutes Auflammen des Konflikts. Mit 16 ist Colm der IRA (Irisch Republikanischen Ármee) beigetreten. Abends patrouillierte er mit anderen in seinem Wohnviertel. Als der Konflikt eskalierte wurde er verhaftet. Zusammen mit Bobby Sands nahm er im Gefängnis am Hungerstreik, um so den Druck auf die englische Regierung zu erhöhen. Bobby Sands starb nach 66 Tagen. Mit dem Karfreitagsabkommen (Good Friday Agreement) beendeten alle beteiligten Parteien 1998 die gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die IRA und alle unionistischen Gruppierungen wurden aufgelöst. Die Untergrundkämpfer aus den Gefängnissen entlassen. Seither beschäftigt sich Colm mit zivilen Tätigkeiten. Dazu gehört die Viehzucht, ein Handwerksbetrieb, er betreibt ein B&B, liest und erzählt anderen von der jüngeren und älteren irischen Geschichte. So ist meine Frau Felicitas dann auch auf ihn aufmerksam geworden. Vor zwei Jahren waren wir das erste mal in seinem B&B zu Gast. Aus der Zeit stammt auch dieses Interview. Es stammt von einem der Abende, an denen in seiner Küche zusammen saßen, mit einem Glas Whisky in der Hand.